In weniger als einem Monat beginnt die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Dabei sind noch viele Fragen offen. Rückpass nennt seinen WM-Kader bestehend aus 26 Spielern.
Die Entscheidung über den Torhüter bei der Nationalmannschaft scheint gefallen zu sein. Hoffenheims Stammtorhüter Oliver Baumann wird den Platz für den Weltmeister von 2014 räumen müssen. Auch wenn Neuer in den letzten Monaten bessere Paraden zeigte, offenbarten sich jedoch auch vermehrt Patzer. Sinnbildlich für dieses Problem steht das Viertelfinalrückspiel in der Champions League gegen Real Madrid. Bereits in der ersten Minute passte der neue WM-Torhüter versehentlich Arda Güler, wodurch Real Madrid schon in der 1. Minute in Führung ging und den Rückstand aus dem Hinspiel ausglich. Auf der anderen Seite hielt er wie zu besten Zeiten unglaubliche Bälle von Mbappé oder Vinicius Jr.
Dennoch sollte Nagelsmann auf Neuer als WM-Keeper setzen, da seine unglaublichen Paraden immer noch auf Top-Nievau sind und die Patzer zum Glück nur vereinzelt auftreten.
Während Oliver Baumann dadurch die Nummer 2 würde, stellt sich die Frage, wer der dritte Nationaltorhüter werden sollte. Als aussichtsreiche Kandidaten empfehlen sich Jonas Urbig, Alexander Nübel und Noah Atubolu. Dem talentierten Jonas Urbig, von einigen Kurzeinsätzen als Vetretung von Manuel Neuer abgesehen, fehlen Spiele, um sich ein umfassendes Bild von ihm machen zu können. Die Erfahrung und die nötige Spielzeit hingegen hat Alexander Nübel vom VfB Stuttgart. Noah Atubolu bringt jedoch einen entscheidenden Vorteil mit: Das Halten von Elfmetern. Der bald 24-jährige brach den Elfmeterrekord in der Bundesliga mit fünf hintereinander gehaltenen Strafstößen und hielt zudem auch noch seinen letzten Elfmeter gegen Sporting Braga im Halbfinalhinspiel der Europa League. Atubolu wäre somit eine mögliche Geheimwaffe beim Elfmeterschießen, weswegen Julian Nagelsmann auf ihn setzen sollte.
In den letzten Spielen der deutschen Nationalmannschaft waren die Optionen für die Linksverteidigung nahezu immer David Raum oder Nathaniel Brown. Beide zeigten in der Nationalmannschaft sowie in ihren Klubs gute Leistungen.
Auch in der Innenverteidigung scheinen mit Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah und Antonio Rüdiger drei Spieler aufgrund ihrer Leistung festzustehen. Des Weiteren haben sich im Verlauf der Saison Spieler wie Malick Thiaw (Newcastle United) und Waldemar Anton (Dortmund) als gute Reservespieler angeboten, an die andere Spieler wie zum Beispiel Robin Koch nicht herankommen.
Als Rechtsverteidiger scheint Joshua Kimmich die beste Option zu sein. Zwar würde er sein Potenzial eher im defensiven Mittelfeld entfalten können, jedoch fehlt rechts ein Spieler auf Top-Niveau. Dabei ist es unklar ob die Leistung von Alternative Josha Vagnoman (VfB Stuttgart) für die deutsche Nationalmannschaft ausreichen würde. Für die Reserve wäre höchstwahrscheinlich jemand wie Baku die bessere Alternative.
Aufgrund des Fehlens Kimmichs im defensiven Mittelfeld verkleinert sich dort die Auswahl an Spielern. Dennoch könnten Aleksandar Pavlović (FC Bayern München) und Felix Nmecha (Dortmund) gemeinsam das Niveau hoch halten. Als Reserve für Pavlović könnte Angelo Stiller fungieren während Pascal Groß (Brighton and Hove Albion) und Leon Goretzka (FC Bayern München) Nmecha vertreten könnten.
Das offensive Mittelfeld dürfte links von Florian Wirtz (Liverpool FC) und in der Mitte von dem wiedererstarkenden Jamal Musiala (FC Bayern München) eingenommen werden. Rechts könnten dann Spieler wie Lennart Karl (FC Bayern München), Kai Havertz (FC Arsenal) oder Karim Adeyemi (Dortmund) spielen, wobei Karl auch als 10er und Havertz als Stürmer einsetzbar wären. Adeyemi und Sané sind als schnelle Spieler über rechts eine Option, während Karl bei sehr ballbesitzintensiven Spielen als weitere Verstärkung fungieren würde.
Für die linke Seite wäre neben Florian Wirtz Maximilian Beier (Dortmund) eine Möglichkeit.
Der deutsche Nationaltrainer Julian Nagelsmann bevorzugt meistens die 4-2-3-1-Formation mit nur einer Spitze. Dort könnten der bereits genannte Kai Havertz, Deniz Undav (VfB Stuttgart), Said El Mala (1. FC Köln) und Nick Woltemade spielen. Während Deniz Undav der deutsche Stürmer mit den meisten Toren (19 Tore in der Bundesliga) ist, rettete der lange verletzte Kai Havertz Arsenal in den letzten Wochen gegen Sporting CP, als er das einzige Tor im Hin- und Rückspiel erzielte sowie mit dem einzigen Tor gegen den FC Burnley und hat sich damit in die erste Elf Mikel Artetas gespielt. Nick Woltemade hingegen könnte aufgrund seiner Größe von 1,98 Metern eine Option für Kopfbälle werden. Eine weitere Option wäre ebenfalls Said El Mala aufgrund seiner brillianten Einzelaktionen und seiner Flexibilität als Mittelstürmer und Linksaußen spielen zu können.
Manuel Neuer
Oliver Baumann
Noah Atubolu
David Raum
Nathaniel Brown
Nico Schlotterbeck
Jonathan Tah
Antonio Rüdiger
Malick Thiaw
Waldemar Anton
Joshua Kimmich
Ridle Baku
Aleksandar Pavlović
Angelo Stiller
Felix Nmecha
Leon Goretzka
Pascal Groß
Florian Wirtz
Jamal Musiala
Lennart Karl
Karim Adeyemi
Maximilian Beier
Kai Havertz
Deniz Undav
Said El Mala
Nick Woltemade
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