Diesen Dienstag und Mittwoch werden die Viertelfinalhinspiele der Champions League stattfinden. Rückpass nennt mögliche Schwächen beider Mannschaften und legt sich auf einen Favoriten fest.
Im Hinblick auf das Top-Duell am Dienstag ist fraglich ob für Englands leicht verletzten Top-Stürmer Harry Kane der sonst eher formschwache Nicolas Jackson einspringen müsste. Im Tor könnte nach einer Verletzungspause erneut Manuel Neuer stehen. Vincent Kompany schien in den letzten Monaten weiterhin auf ihn, anstatt auf den 22-jährigen Jonas Urbig, zu setzen. Falls Neuer im Tor des deutschen Rekordmeisters stünde, könnte wie gegen Arsenal oder den HSV, ein Patzer von ihm den Bayern das Leben schwerer machen.
Die Bayern sind jedoch voraussichtlich auf nahezu allen Position stark besetzt. Eine baldige Rückkehr von Jamal Musiala könnte dieser Mannschaft dennoch enorm weiterhelfen.
Real Madrid hingegen erlebt diese Saison eine Krise. Nachdem Xabi Alonso nach einigen Niederlagen in der spanischen Liga und der Champions League entlassen wurde, entschieden die Königlichen sich für Àlvaro Arbeloa, den Trainer der eigenen Jugend. Arbeloa erging es danach nicht viel besser als seinem Vorgänger. Er musste ohne Bellingham, Mbappé oder zuletzt Rodrygo auskommen und verlor gegen Benfica Lissabon 4:2 in der Champions League sowie bei seinem Debüt gegen einen Zweitligisten im spanischen Pokal und enttäuschte bei Ligaspielen ebenfalls gelegentlich. Seit dem Sieg gegen Manchester City in der Champions League schien sich jedoch die Situation von Real Madrid gebessert zuhaben.
In beiden Spielen gegen die Mannschaft von Vincent Kompany werden die Königlichen auf die Nummer eins im Tor, Thibaut Courtois, verzichten müssen, ihn ersetzt Andriy Lunin. Courtois parierte bereits einige gefährliche Bälle gegen Benfica Lissabon und Manchester City.
Auf der Position des Linksverteidigers spielt voraussichtlich Àlvaro Carreras, der zu Saisonbeginn von Benfica Lissabon zurück nach Madrid geholt wurde. Carreras sowie seine Reserve Fran Garcia zeigen jedoch nicht die erhoffte Leistung. Auch Trent Alexander-Arnold als Rechtsverteidiger und der neue Innenverteidiger Dean Huijsen stehen diese Saison des Öfteren in der Kritik. Deswegen könnte nach einer langen Verletzung erneut Eder Militao für Huijsen einspringen. In den letzten Spielen hat jedoch die Kritik etwas nachgelassen.
Arbeloa holte den defensiven Mittelfeldspieler Thiago Pitarch (18) aus der Jugend Real Madrids, bei der er davor Jugendtrainer war. Er überzeugte in beiden Spielen gegen Manchester City und im Spiel gegen Àtletico Madrid nicht. Der Jugendliche passte meistens nur zurück und verlor im Rückspiel der Champions League gegen Manchester City einen gewonnen Zweikampf im Strafraum, der zum einzigen Gegentor in beiden Spielen führte. Sollte Arbeloa Thiago Pitarch aufstellen, könnte er aufgrund seiner zu geringen Erfahrung eine Schwachstelle für Real Madrid darstellen.
Die obige Aufstellung würde Valverde auf der rechten Seite vorsehen, da er dort in den letzten Duellen mehrfach erfolgreich agierte. Bellingham könnte zudem erneut als offensiver Spielmacher eingesetzt werden. Die Bayern hingegen werden im gewohnten 4-2-3-1 auftreten und basierend auf den Leistungen der vorherigen Monate als Favorit das Spielfeld betreten.
Liverpool hat in den letzten Wochen vermehrt schlechte Leistungen in der Defensive wie auch in der Offensive gezeigt. Während einzelne Spieler wie Szoboszlai oder Kerkez dennoch positiv herausstechen, zeigt die Mannschaft insgesamt oft nur wenige gefährliche Offensivaktionen. Zwar hat sich die Kritik an Florian Wirtz bereits etwas gelegt, jedoch überlegen die Reds fünf Spieler zu verkaufen: Alexis MacAllister, Gomez, Gakpo, Chiesa und Salah. Sie alle zeigten diese Saison keine überragenden Leistungen mehr. Außerdem fehlt der Mannschaft von Arne Slot eine konstante Spielweise auf die sich sich einstellen kann. Immer wieder veränderte Slot die Formation und die Spielweise, doch nichts führte langfristig zum Erfolg. Liverpool aufgrund der gezeigten Leistungen nicht der Favorit im Spiel gegen Paris Saint Germain.
Paris Saint Germain hingegen ist auf allen Positionen gut besetzt. Zwar leistet sich die Mannschaft von Luis Enrique ebenfalls ab und zu einen Patzer, konnte jedoch in den letzten Wochen vermehrt überzeugen. Besonders gegen Chelsea gewannen sie im Hin- und Rückspiel mit einem Unterschied von drei Toren. Paris Saint Germain könnte weiterhin einer der Top-Favoriten auf den Champion-League-Titel sein.
Während PSG wie immer im 4-3-3 auftreten wird, fehlt Liverpool eine Grundstruktur. Wirtz und Szoboszlai könnte gemeinsam hinter Ekitiké als offensive Spielmacher agieren (siehe oben). Dahinter könnte Gravenberch für den leistungsschwachen Alexis MacAllister einspringen. Rechts würde Jeremie Frimpong durch seine Geschwindigkeit nach vorne stoßen und im Strafraum wie auch über Flanken gefährlich werden. Auf der linken Seite wäre Rio Ngumoha (17) eine Option, da er beispielsweise gegen Tottenham in der Premier League positiv auffiel. Rio Ngumoha wurde oft für Florian Wirtz eingewechselt und zeigte sich dribbelstark. Insgesamt ist Paris Saint Germain der Favorit in diesem Duell.
Der FC Barcelona wird im Viertelfinalhinspiel gegen Atlético Madrid auf Raphinha verzichten müssen. Für ihn wird voraussichtlich Rashford die Rolle des Linksaußen übernehmen. In der Verteidigung werden die bis vor Kurzem verletzten Kounde (Rechtsverteidiger), Eric García (Innenverteidiger) und Balde (Linksverteidiger) wieder spielen können. Problematisch ist, dass im defensiven Mittelfeld weiterhin Frenkie De Jong fehlt, weswegen der unerfahrenere 18-jährige Marc Bernal höchstwahrscheinlich für ihn auf dem Platz stehen wird. Eine weitere Baustelle des spanischen Tabellenführers könnte die Position des Mittelstürmers sein. Robert Lewandowski zeigt eine schwächere Leistung als noch in der Vorsaison. Daher sucht Hansi Flick bereits nach einem neuen Stürmer. Die einzige Alternative zu ihm war meist nur Ferran Torres, dessen Leistung seit einigen Monaten ebenfalls nicht die Erwartungen erfüllt.
Atlético Madrid wird voraussichtlich ihre Nummer eins Jan Oblak durch den Argentinier Juan Musso ersetzen. Zur selben Zeit fehlt dem Tabellenvierten der Neuzugang Marc Pubill (23) in der Innenverteidigung, der deshalb durch den Europameister von 2024, Robin Le Normand, vertreten wird. Dieser Wechsel bedeutet jedoch nicht unbedingt eine Schwächung.
Das Duell findet in dieser Saison bereits zum fünften Mal statt. In den letzten vier Duellen gewann die Mannschaft von Diego Simeone nur einmal und verlor hingegen dreimal gegen die Katalanen. Atlético Madrid zeichnet sich besonders durch seine extrem defensive Spielweise und durch seine Heimstärke aus, weswegen beide, Hinspiel und Rückspiel, wohl vollkommen unterschiedlich ausfallen könnten. In diesem Match ist zwar das Weiterkommen von Hansi Flicks Elf wahrscheinlicher, jedoch ist Atlético Madrid nicht zu unterschätzen und immer wieder ein Geheimfavorit für ein solches Spiel.
In diesem Duell spielt der Tabellenführer der Premier League gegen den besten Portugiesen in der Champions League. Die Unterschiede in der Spielstärke beider Teams sind deutlich. Trotzdem hat Lissabon gegen Paris Saint Germain und zuletzt gegen den FK Bodø Glimt sein Können unter Beweis gestellt.
Während der Länderspielpause hatte Arsenal insgesamt elf verletzte Spieler. Die enorme Anzahl lässt jedoch vermuten, dass die Verletzungen nur vorgeschoben sind und der Großteil dieser Spieler keine ernsthaften Beschwerden hat. Bei den Portugiesen hingegen gibt es nahezu keinen Ausfall.
Arsenal hatte in den letzten Monaten in einigen wenigen Spielen geschwächelt. Nicht nur verloren sie gegen einen Zweitligisten im englischen Pokal, sie wirkten im ersten Spiel gegen Leverkusen (1:1) ebenfalls unsouverän. Die Gunners sind in diesem Spiel dennoch die klaren Favoriten, jedoch sollte Sporting CP nicht unterschätzt werden.
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